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Christus spricht:

Meine Kraft ist in den Schwachen mächtig.


Dass ich in meinem Leben tatsächlich irgendwann mit der Frage nach dem möglichen Weltuntergang konfrontiert werde, hätte ich mir nie träumen lassen. Nun wird es 2012 und der Kalender der Maya scheint nichts Gutes zu verheißen. Die Theorien und Szenarien für den Untergang werden uns sicher durch die Presse noch sehr ausführlich dargestellt werden. Ich sage: sei‘s drum. Angst macht mir das alles nicht.

„Und wenn morgen die Welt unterginge, würde ich heute noch ein Apfelbäumchen pflanzen.“, so soll es Luther gesagt haben. Es ist ein guter Satz, der uns auf unser tägliches Leben im Hier und Jetzt verweist. Wir wissen nie, wann der Herr kommen oder uns rufen wird. Aber bis es soweit ist, leben wir. Und das wollen wir tun: Apfelbäumchen der Hoffnung pflanzen, Zeichen neuen Lebens und der Zuversicht verbreiten. Wir werden den Lauf der Welt nicht aufhalten, wie könnten wir. Aber wir können - bis es soweit ist, dass die Welt untergeht - die Welt so menschlich wie möglich gestalten. Und dazu braucht es zuerst die Zeichen der Hoffnung.

Der zarte Keim einer Pflanze - vielleicht eines Apfelbäumchens - ist ein Zeichen der Hoffnung. Klein und zerbrechlich ist er. Scheinbar schutzlos allen Widrigkeiten ausgeliefert. Und doch steckt gerade in einem Keimling eine Kraft, die Beton zu zersprengen vermag. Und doch verändert der scheinbar schwache Keimling die Welt, denn in ihm steckt ja auch schon der Baum, der einst Wind und Wetter trotzt.

Wie beim Keimling, so sind es auch bei uns die kleinen Zeichen, und Gesten, die die Welt schöner machen, die Hoffnung geben, auch wenn die Welt vielleicht bedroht ist.

Wir müssen keine Bange haben, falls die Welt untergeht. Bange muss uns erst werden, wenn wir die Hoffnung verlieren. Doch gottlob hören wir von dem Gott, der sich nicht nur der Schwachen annimmt, sondern der selbst schwach wird und so seine wahre Macht erweist. Dieser Gott begleitet uns ins neue Jahr, er begleitet uns durch dieses Jahr und ganz sicher weit darüber hinaus.