PDF Drucken E-Mail

Jesus Christus spricht: Friede sei mit euch!

Wie mich der Vater gesandt hat, so sende ich euch.

 

Joh 20,21

Liebe Einwohner und Gäste des Kirchspiels Oberweißbach, liebe Gemeinde

 

„Der HERR ist auferstanden - Er ist wahrhaftig auferstanden.“

Mit diesem Ostergruß grüßen sich die Christen von Anbeginn des christlichen Glaubens. Der Spruch hat eine Vorgeschichte.

Jesus, Anführer der 12-köpfigen Apostelgruppe, war gekreuzigt worden. Mit seinem Tod war für viele Anhänger die ganze Sache des Glaubens gestorben: die den Glauben herausfordernde Bergpredigt, sein Gebot: „Liebe Gott und deinen Nächsten wie dich selbst“, die Hoffnung darauf, dass Israel endlich neu eigenständig wird. Wenn jemand so elend am Kreuz endet, dann taugt seine Botschaft nicht viel. Viele Sympathisanten wandten sich von Jesus enttäuscht ab. Das war ein Ende mit Schrecken.

Oscar Wilde formulierte einmal: „Am Ende wird alles gut. Wenn es nicht gut wird, ist es noch nicht das Ende.“

Für die Ostergeschichte stimmt sein Ausspruch. Der Tod ist nicht das Ende von Jesus. Der Tod ist bei Jesus der Beginn eines Lebens mit völlig neuer Qualität. Es ist bestimmt von der Nähe Gottes, vom Frieden im Herzen von herzlicher Liebe zu allen Menschen.

Jesus war drei Tage tot - und dann stand er auf zu diesem neuen Leben. Das neue Leben von Jesus endet nicht mehr. Unser Leben ist vom Tod limitiert, aber für uns gilt genauso: wir werden auferstehen zu diesem Leben, dass nicht mehr vergeht.

Das gibt Hoffnung für das Leben, selbst wenn unser Leben als Christen genauso vom Tod betroffen ist, wie alle unsere Mitmenschen. Die Hoffnung bleibt: Es ist nicht das Ende. Habe ich Hoffnung für heute und morgen, so kann ich ganz friedlich und getrost in die Zeit gehen. Dann gebe ich den Frieden Gottes weiter, den er mir geschenkt hat. Gott sendet uns Menschen zu allen Menschen, dass wir verkünden: Friede sei mit euch - der HERR ist auferstanden!

Mit besten Grüßen und Segenswünschen,


Ihr Pfarrer Christian Göbke