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Durch Gottes Gnade bin ich, was ich bin. 1Kor15,10
„Jeder ist seines Glückes Schmied.“, heißt es im Sprichwort. Und es scheint in unserer Zeit ganz normal, dass nur, wer etwas leistet auch etwas wert ist. Das klingt zunächst ganz vernünftig. Wer aktiv etwas für die Gesellschaft schaffen kann, hilft allen - verständlich, dass da auch das Ansehen steigt. Wer anderen nur auf der Tasche liegt und zu nichts nutze ist, wird schnell zur Belastung für eine Gemeinschaft. Also, heißt es: „Streck Dich, streng Dich an!, damit Du etwas wert bist.“ Aber ist es wirklich so einfach? Liegt es denn wirklich allein an uns, wenn wir gesund und leistungsfähig sind? Liegt es wirklich allein an uns, dass wir hier in Frieden und relativem Wohlstand leben können? Und was ist mit den Menschen, die so gern mittun wollen, aber durch eine Krankheit daran gehindert werden? Schnell merken wir: Es ist nicht so einfach, wenn wir allein unseres Glückes Schmied sein sollen. Wir können es gar nicht schaffen, ganz allein, völlig unabhängig von einer Gemeinschaft, von Familie und Freunden, ganz auf unsere Kraft allein gestellt, das Leben zu meistern - vom Glück noch ganz zu schweigen. Und wir müssen es - Gott sei Dank - auch gar nicht! Wir gehen nicht allein durchs Leben. Wir gehen in Gemeinschaft: in den Familien, in den Gemeinden. Da ist im besten Falle einer für den anderen da. Gemeinsam schmieden wir am Glück, oder gar nicht. Und das tun wir mit großen Kräften und mit kleinen, alte und junge vereint, der eine mit den Händen, andere mit dem Herzen, jede und jeder mit den Gaben, die wir von Gott bekommen haben.
Jede und jeder ist willkommen und wertvoll, wertvoll, weil von Gott geliebt.
Nicht durch unser Rackern, sind wir, was wir sind. Durch Gottes Gnade, sind wir, was wir sind.
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